4.2.2. Betrug beim Online Einkauf
Unter Betrug beim Online Einkauf verstehen wir in erster Linie folgendes:
AusmassDer Umsatz im Internethandel hat sich 2006 mit insgesamt 4,24 Milliarden Schweizer Franken auf nahezu den doppelten Betrag im Vergleich zu 2003 eingependelt. (Quelle: Studie „Der Schweizer Online-Handel, Internetnutzung Schweiz 2007“ der Universität St. Gallen)Erkennungsmerkmale für die BetrugsartFolgende Punkte sollten Sie achtsam werden lassen, auch wenn es noch keine direkten Betrugshinweise sind:
Folgende Persönlichkeitsmerkmale erhöhen die Anfälligkeit für diese Betrugsart
Die Eule rät
Ideal ist eine Länge von mindestens acht Zeichen, am besten eine Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Wählen Sie keine Namen, Begriffe aus Wörterbüchern oder solche, die einen engen Bezug zu Ihrer Person haben und somit leicht zu erraten sind. Wählen Sie für unterschiedliche Internet-Anwendungen verschiedene Passwörter. Regel 2: Achten Sie auf technische Sicherheit bei der Datenübertragung. Anbieter sollten eine verschlüsselte Datenübertragung ermöglichen. Erkennbar ist dies in der Regel an dem Kürzel https:// in der Adresszeile des Browsers und weiteren visuellen Hinweisen wie zum Beispiel einem kleinen Schloss-Symbol in der unteren Browserleiste. Regel 3: Überprüfen Sie die Seriosität des Anbieters. Informieren Sie sich so gut es geht über den Verkäufer. Achten Sie bei gewerblichen Anbietern auf die so genannte Anbietertransparenz und vergewissern Sie sich, dass beispielsweise Identität und Anschrift des Anbieters, Garantie- und Gewährleistungsbedingungen sowie Rückgabe- bzw. Widerrufsrecht leicht auffindbar und verständlich sind. Hilfreich bei der Einschätzung des Anbieters können auch Bewertungsprofile, wie sie bei Online-Auktionen üblich sind, oder Gütesiegel sein. [Achten Sie zum Beispiel auf das Siegel „Geprüfter Onlineshop“ oder andere von der Initiative D21 der Bundesregierung empfohlene Gütesiegel.] Regel 4: Prüfen Sie Artikelbeschreibung sowie Versand- und Lieferbedingungen. Lesen Sie vor dem Kauf die Beschreibung des Artikels genau und vollständig durch und prüfen Sie die Bilder der Ware sorgfältig. Achten Sie auch auf die Lieferbedingungen und Versandkosten. Sind nicht alle relevanten Details ausreichend erläutert oder bestehen hinsichtlich der Beschreibung Unklarheiten, sollten diese vor dem Kauf mit dem Verkäufer geklärt werden. Kaufen Sie von einem Anbieter ausserhalb der EU, sollten Sie sich ausserdem über die Höhe möglicher Zusatzkosten wie Steuern oder Zoll informieren. Regel 5: Wählen Sie sichere Zahlungsmethoden. Dazu gehören beispielsweise die Zahlung per Rechnung und der Bankeinzug. Auch mit der Nutzung eines Treuhandservice oder eines Online-Zahlungsservice wie zum Beispiel PayPal, wird ein hohes Mass an Sicherheit erreicht. Ein Bargeld-Transferservice wie Western Union ist hingegen keine geeignete Zahlungsmethode, wenn Sie den Verkäufer nicht persönlich kennen. Tätigen Sie niemals einen Online-Kauf, bei dem der Verkäufer auf einen Bargeld-Transferservice als Zahlungsmethode besteht. Regel 6: Achten Sie auf Ihr Widerrufsrecht bei gewerblichen Anbietern. Nach den Vorschriften für Fernabsatzverträge kann ein Kaufvertrag, der zwischen einem gewerblichen Händler mit einem Verbraucher geschlossen wird, innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen widerrufen und der gekaufte Artikel wieder an den Händler zurückgesandt werden. Die Zwei-Wochen-Frist beginnt, nachdem dem Verbraucher die Belehrung über sein Widerrufsrecht zugegangen ist und er die Ware zu Hause erhalten hat. Wurde der Verbraucher nicht ordnungsgemäss über sein Widerrufsrecht belehrt, verlängert sich die Frist. Regel 7: Schützen Sie sich vor gefälschten E-Mails (Phishing). Misstrauen ist angebracht, wenn Sie per E-Mail aufgefordert werden, vertrauliche Daten wie Passwörter oder Kreditkarteninformationen über einen Link oder ein Formular einzugeben. Auch wenn solche E-Mails aussehen, als seien sie von vertrauenswürdigen Unternehmen versandt worden – sie sind mit hoher Wahrscheinlichkeit gefälscht. Seriöse Unternehmen fragen solche Daten niemals per E-Mail, über einen Link oder ein Formular ab. Sie können sich zusätzlich vor solchem Datenklau – auch Phishing genannt – schützen, indem Sie die Adresse des gewünschten Anbieters immer manuell in die Adresszeile Ihres Browsers eingeben. Was tun, wenn Sie schon geschädigt wurden?Bei begründetem Betrugsverdacht Anzeige bei der Polizei empfohlen! |
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